Glossar
Was ist Akustik?
Die Akustik ist die Lehre vom Schall und seiner Ausbreitung. Als Wissenschaftsgebiet umfasst sie sämtliche damit zusammenhängenden Gesichtspunkte,
so die Entstehung und Erzeugung, die Ausbreitung, die Beeinflussung und die Analyse von Schall. Weiterhin sind auch die Wechselwirkung von Schall mit
Materialien sowie die Wahrnehmung von Schall durch das Gehör und seine Wirkung auf Menschen und Tiere Gegenstand der Akustik.
Die Akustik ist ein interdisziplinäres Fachgebiet, das auf Erkenntnissen aus zahlreichen anderen Fachgebieten aufbaut, unter anderen der Physik,
der Psychologie, der Physiologie, der Nachrichtentechnik und der Materialwissenschaft.
Zu den wichtigsten Anwendungen der Akustik gehört neben der Erforschung und Minderung von Lärm auch das Bemühen, einen Wohlklang hervorzurufen oder
eine akustische Information zu übertragen. Außerdem ist der Einsatz von Schall zur Diagnose oder zu technologischen Zwecken eine wichtige Anwendung
der Akustik. [Quelle: Wikipedia]
Die Bauakustik ist ein Gebiet der Bauphysik bzw. der Akustik, das sich mit der Auswirkung der baulichen Gegebenheiten auf die Schallausbreitung
zwischen den Räumen eines Gebäudes bzw. zwischen dem Rauminneren und der Außenwelt beschäftigt.
Die Bauakustik beschäftigt sich im wesentlichen mit der Luftschallübertragung und der Körperschallübertragung von und durch Bauteile. Neben der
Berechnung der Schalldämmung, sind auch messtechnische Untersuchungen ein Bestandteil. Neben den klassischen Gebieten Luftschallschutz
(Schalldämmung: Schalldämmmaß) und Trittschallschutz (Trittschalldämmung: Norm-Trittschallpegel), hat das gesamte Gebiet des Körperschall eine
bedeutende Rolle bekommen.
Zu den "moderneren" Gebieten der Bauakustik zählt vor allem die Schallerzeugung und Übertragung von Sanitärinstallationen und die genaue Vorherberechnung
des zu erwartenden Schallschutzes mittels analytischer (mathematisch-physikalische Herleitung) oder numerischer (z. B. Finite Elemente) Verfahren.
rüher wurden in der Regel empirische Verfahren entwickelt, die aus messtechnischen Untersuchungen stammten.
Zur praktischen Anwendung und zur Auslegung von Bauteilen liegen neben zahlreichen weiteren Regelwerken die DIN 4109 (wird zurzeit überarbeitet),
die DIN EN 12354 und die VDI-Richtlinie 4100 vor.
Die Bauakustik ist eng mit der Raumakustik verbunden, da der Schalldruckpegel in einem Raum von den raumakustischen Eigenschaften (Nachhallzeit) abhängt.
[Quelle: Wikipedia]
Die Raumakustik ist ein Gebiet der Akustik, das sich mit der Auswirkung der baulichen Gegebenheiten eines Raumes auf die in ihm stattfindenden
Schallereignisse beschäftigt. Hauptsächlich ist es das Forschen im Hinblick auf die Hörsamkeit von Konzertsälen, Theatern, Versammlungssälen, Schulzimmern,
Fernseh- und Rundfunkstudios, Kirchen und anderen Räumen, in denen akustische Darbietungen vielen Zuhörern zugänglich gemacht werden.
Soweit die Raumakustik nicht der Lärmbekämpfung dient, muss sie die Eigenschaften des menschlichen Gehörs, die Besonderheiten der Sprachperzeption
sowie subjektive Hörgewohnheiten und auch die Musikästhetik mit berücksichtigen. [Quelle: Wikipedia]
Was ist eine Messstelle nach § 26, 28 BImSchG?
Betreiber von genehmigungsbedürftigen Anlagen können von der zuständigen Behörde aufgefordert werden, Art und Ausmaß der von der Anlage ausgehenden Emissionen und Immissionen
im Einwirkungsbereich der Anlage ermitteln zu lassen, wenn zu befürchten ist, dass durch die Anlage schädliche Umwelteinwirkungen hervorgerufen werden. Die nach Landesrecht
zuständige Behörde gibt solche Stellen bekannt.
Messstellen nach § 26, 28 des Bundes-Immissionsschutzgesetztes (BImSchG) sind Stellen zur Ermittlung der Emissionen und Immissionen von Luftverunreinigungen, Geräusche und
Erschütterungen sowie Prüfung technischer Geräte und Einrichtungen. Das Akustikbüro Dahms ist spezialisiert auf die Auswertung, Messung und Beurteilung von Geräuschemissionen und
-immissionen (u. a. nach TA Lärm, 18. BImSchV - Sportanlagenlärmschutzverordnung etc.).
Was ist eine VMPA-Schallschutzprüfstelle?
Der Verband der Materialprüfungsämter e. V., kurz VMPA, führt in seinem Verzeichnis nur solche Prüfstellen, die regelmäßig an Vergleichsmessungen nach den Richtlinien der
Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) als Nachweis ausreichender messtechnischer Kenntnisse und geeigneter Geräteausstattung teilnehmen.
Eine solche Prüfstelle wird von einem oder zwei Prüfstellenleiter geleitet. Dieser muss mehrjährige Erfahrungen mit bau- und raumakustischen Untersuchungen besitzen.
Des Weiteren werden vom VMPA in regelmäßigen Abständen Prüfberichte und Gutachten auf ihre Normenkonformität, Struktur und Nachvollziehbarkeit kontrolliert.
Dadurch wird gewährleistet, dass nur solche Prüfstellen im VMPA-Verzeichnis eingetragen sind, die einen hohen Qualitätsstandard und eine umfangreiche Kompetenz für
Güteprüfungen aufweisen.
Was ist Schalldämmung?
Schalldämmung bezeichnet die Behinderung der Schallausbreitung von Luftschall oder Körperschall durch Schallreflexion des sich ausbreitenden Schalls an einzelnen Unstetigkeitsstellen.
Die Reflexion wird angegeben als Schallreflexionsfaktor r oder als Schallreflexionsgrad σ.
Der Schallreflexionsfaktor r ist gegeben durch den Quotienten aus dem Schalldruck einer reflektierten Schallwelle und dem Schalldruck der einfallenden Welle.
Der Reflexionsgrad entspricht dem Quadrat des Reflexionsfaktors. Je größer der Reflexionsfaktor, desto stärker ist die schalldämmende Wirkung. Dies wird in der Praxis durch
einen möglichst großen Impedanzsprung an der reflektierenden Grenzfläche erreicht.
Die Schalldämmung ist eine Maßnahme zur akustischen Trennung von Räumen, z. B. bei Fernseh- oder Tonstudios, gegen nicht erwünschten Schall von Nachbarräumen oder von draußen.
Ein Beispiel wäre eine schalldämmende Übungskabine für Musiker, bei der durch Trennflächen der Schalldurchgang verhindert wird. Dieses hat nichts mit der benötigten akustischen
Schalldämpfung im Raum zu tun.
Die Grundlage der Bauakustik bildet die Schalldämmung (wie viel Schall in den Nachbarraum gelangt), die durch das Schalldämmmaß R in dB gekennzeichnet wird. Eine typische
Thematik der Bauakustik ist die Trittschalldämmung. Trittschall entsteht ursächlich durch Körperschall (Schritte, Fußtritte, Klopfen), der seinerseits Wände oder Decken zur
Abstrahlung von Luftschall anregt. Eine wirksame Trittschalldämmung kann durch körperschalldämmende („schwimmender Estrich“) oder durch luftschalldämmende Maßnahmen
(abgehängte Unterdecken) herbeigeführt werden. Dagegen ist die Schalldämpfung oder die Schallabsorption (wie viel Schallenergie in Wärme umgewandelt wird) eine typische Fragestellung
der Raumakustik. [Quelle: Wikipedia]
Was ist Trittschalldämmung?
Trittschalldämmung wird verwendet, um die Übertragung von Trittschall, der beim Auftreten auf den Fußboden entsteht, zu verringern. Sie ist eine elastische Schicht im Fußbodenaufbau
in Innenräumen und kann aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Am häufigsten werden Mineralwolle und Polystyrol-Hartschaum eingesetzt. Es kommen jedoch auch natürliche Werkstoffe
wie Holzfaserplatten oder Kork zum Einsatz; diese Trittschalldämmung befindet sich normalerweise unter Estrichen aus Zement, Gussasphalt oder anderen Materialien, oder sie wird direkt
unter schallharten (Schall reflektierenden) Fußbodenbelägen wie zum Beispiel Fußbodenlaminat verwendet.
Für die Dämmung nach unten, also zum darunterliegenden Raum, werden in Holzhäusern manchmal Gehwegplatten oder auch Schüttungen verwendet, um die Masse der Decke zu erhöhen, damit
diese nicht so leicht zu Schwingungen angeregt werden kann. Sie werden direkt auf die unterste Balkenlage gelegt oder geklebt oder bei Schüttungen auf der Deckenschalung oder im
Deckenhohlraum aufgeschüttet.
Zusätzlich wird versucht, die einzelnen Schichten des Fußbodens akustisch zu entkoppeln, d. h. Verbindungen durch Nägel und Schrauben auf ein Minimum reduziert.
Eine wirksame Trittschalldämmung kann, insbesondere bei Holzhäusern, auch durch sogenannte Trockenestriche, das heißt schwimmend auf Trittschalldämmungen aus Mineralfaser oder
Holzfaserplatten verlegten Bauplatten wie Gipsfaserplatten oder Spanplatten, erzielt werden. [Quelle: Wikipedia]
Was ist Luftschalldämmung?
Unter Luftschall versteht man Schallwellen, die sich über die Luft ausbreiten. Luftschall besteht im Gegensatz zum Körperschall aus reinen Longitudinalwellen, da Fluide (Gase) keine
Scherkräfte übertragen. Im engeren Sinn wird der Begriff „Luftschall“ auf den Frequenzbereich des menschlichen Gehörs beschränkt verwendet, der bei etwa 16 Hz beginnt und bei etwa
20 kHz endet. Luftschall wird von Menschen, Tieren, Installationen oder Maschinen erzeugt und breitet sich in der Luft aus. Massive Bauteile dämmen Luftschall ein.
[Quelle: Wikipedia]
|
| Kontakt |
Akustikbüro Dahms
Rosa-Luxemburg-Str. 4d
14482 Potsdam
Deutschland
Tel: 0331 / 97 05 07
Fax: 0331 / 96 26 09
E-Mail schreiben
|
| Wetter |
|
|